Die Sandregenpfeifer im Klützer Winkel

Aufmerksame Beobachtende haben die ersten Küken der Sandregenpfeifer entdeckt. Schon gleich nach dem Schlüpfen sausen sie am Strand entlang. Die fürsorglichen Eltern lassen sie allerdings keinen Augenblick aus den Augen. Falls ein Strandbesucher sich der Sandregenpfeifer-Familie nähert, ist die Aufregung groß.

Die Eltern machen Alarm und hoffen, dass der „gefährliche Feind“ bald vorbeigegangen ist. Dann können auch die Kleinen wieder in Ruhe nach Nahrung picken, nach kleinen Tierchen, die sie im angespülten Seegras- und Algenmaterial finden. Gerade jetzt, wo die Küken schnell wachsen müssen, sind ungestörte „Fresspausen“ natürlich sehr wichtig. Daher sollten wir eine aufgeregte, laut piepende Sandregenpfeifer-Familie auch nicht lange stören und schnell weiter gehen.

Vielen Dank auch an alle aufmerksamen Sandregenpfeifer-Betreuer*innen, die uns gefundene Gelege mitgeteilt haben. Wird das mit Info-Schildern markierte Brutrevier von rücksichtsvollen Gästen beim Strandbesuch einfach ausgespart, haben die kleinen Strandbrüter, die in Deutschland vom Aussterben bedroht sind, gute Chancen bei uns im Klützer Winkel.

(Vielen Dank an Sylvia Behrens für das schöne Foto vom Sandregenpfeifer-Küken!)

Die Sandregenpfeifer an der Küste des Klützer Winkels

Jeden Frühling kommen sie zurück aus ihrem Winterquartier an unsere Strände im Klützer Winkel:  die Sandregenpfeifer (Charadrius hiaticula).

Diese kleinen Strandbrüter mit schwarzer „Augenmaske“ und „Halsbinde“ sind in Deutschland vom Aussterben bedroht.

Für ihre kleine Nestmulde direkt am Strand wünschen sie sich natürlich ein ungestörtes Plätzchen. Manchmal schaffen sie es, ihre vier sandfarbenen, dunkelgepunkteten Eier auszubrüten.- Hoffentlich werden sie vorher nicht zertreten!  Bei Störungen verlässt der kleine Strandbrüter aufgeregt sein Gelege. -Hoffentlich kühlen die Eier nicht aus!

Bei Beobachtung eines aufgeregten Sandregenpfeifers, der die Strandbesucher möglichst von seinem Gelege weglocken will, sollte man  zügig unten an der Wasserlinie weitergehen. Dann beruhigt er sich meistens schnell wieder.

Wer Sandregenpfeifer an unsrerer Küste entdeckt hat, melde sich gern bei der Naturstation. Wie im letzten Jahr werden wir dann das Gelege suchen und den Küstenbereich mit Info-Schildern abstecken, um für Beruhigung zu sorgen.

Hundebesitzer suchen ab dem 1. April wieder nur (mit angeleintem Hund) die gekennzeichneten Hundestrände auf. Wir sind gespannt, ob es ein erfolgreiches Sandregenpfeifer-Jahr wird.

Wer hat einen Sandregenpfeifer am Strand entdeckt?  Bitte melden unter Tel.: 038827-7748 oder per Mail an naturstation@web.de