Naturstation Fischerkaten für Umweltbildung und Naturschutz

 

Seit Juni 2020 gibt es an der mecklenburgischen Ostseeküste ein neues Haus für Umweltbildung und Naturschutz: die Naturstation Fischerkaten. Das Holzgebäude, das die Gemeinde Kalkhorst auf dem Standort des alten Fischerkatens am Strandzugang Nr. 5 errichten ließ, wurde mit LEADER-Fördermitteln und Geldern aus dem Gemeindehaushalt finanziert.

Der Verein Naturraum Klützer Winkel e.V. hat seine Arbeit an der Naturstation Fischerkaten aufgenommen. Dort, wo in alter Zeit der Küstenfischer täglich auf die Ostsee hinausfuhr, um einen guten Fang zu machen, finden jetzt Bildungsveranstaltungen zu Meer und Küste des Klützer Winkels statt und wird über Naturschutz informiert .

Die Station liegt mitten im ca. 20 km langen ehemaligen Grenzküstenstreifen, der quasi den krönenden Abschluss des „Grünen Bandes Deutschland“ bildet. Jahrzehntelang konnte sich an der Küste zwischen Priwall und Steinbeck  hinter großen Sperrzäunen ein unverbauter Naturstrand erhalten, den man an der deutschen Ostseeküste nur noch selten findet. Aufgrund dieser besonderen Naturausstattung wurde er Teil des großen europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000.

Die Naturstation möchte dafür sorgen, dass hier Mensch und Natur gut miteinander auskommen.

Foto-Vortrag

„Der besondere Strand“

Die Rangerin Lena Hohls berichtet von ihren Erfahrungen aus dem europäischen Schutzgebiet (Natura 2000) an der Küste des Klützer Winkels. Mit interessanten Fotos gibt sie u.a. Einblicke in die Welt von Strandhafer, Sandregenpfeifer und Kegelrobbe.

Nächster Termin: 04.08.2022

> 18:00 Uhr bis 19:00 Uhr

„Café im Stall“ im Ferienhof Elmenhof in 23948 Elmenhorst,

Dorfstr. 65

Teilnahme: kostenlos

Termine:

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„Aqua-Tour“ (Juli, August:) Jeden 2. Dienstag >>>>> 05.07.2022, 19.07.2022, 02.08.2022, 16.08.2022

Treffpunkt: Naturstation Fischerkaten

Zeit: 10:00 Uhr bis 11:30 Uhr

Im Flachwasser werden mit Kescher, Wathose und Aquaskop (Unterwassergucker) Ostseetiere gefangen und bestimmt. Es wird ein kleines Aquarium am Strand mit dem Fang befüllt. Danach werden die Tiere wieder in die Freiheit entlassen.

Teilnahmegebühr: 6 ,- €

Mindestalter: 12 Jahre

Anmeldung erforderlich (begrenzte Teilnehmerzahl)

per Mail an naturstation@web.de oder telefonisch unter 038827-7748

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„Naturkundliche Strandexkusion“ (Juli, August: 10.07.2022, 24.07.2022, 07.08.2022, 21.08.2022

Treffpunkt: Naturstation Fischerkaten

Zeit: 10:00 Uhr bis 11:30 Uhr

Der Strand des Klützer Winkels gehört zum europäischen Schutzgebietsnetz „Natura 2000“. Auf der naturkundlichen Wanderung gibt die Schutzgebietsbetreuerin einen Einblick in die Besonderheiten eines dynamischen Naturstrandes.

Teilnahmegebühr: keine

empfohlenes Mindestalter: 8 Jahre

Anmeldung erforderlich (begrenzte Teilnehmerzahl)

per Mail an naturstation@web.de oder telefonisch 038827-7748

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„Ostsee-Entdecker“ (Juli, August: 06.07.2022, 13.07.2022, 20.07.2022, 27.07.2022, 03.08.2022, 10.08.2022, 17.08.2022.

Treffpunkt: Naturstation Fischerkaten

Zeit: 10:00 Uhr bis 11:30 Uhr

Bei diesem Ostsee-Programm wird nach den Strandvögeln geschaut, im Spülsaum nach „Ostsee-Sachen“ gesucht und im Flachwasser nach echten Tieren gekeschert.

Teilnahmegebühr: >

Kinder bis 11 Jahre: 2,00 €

Erwachsene und Jugendliche: 3,50 €

Anmeldung erforderlich, (begrenzte Teilnehmerzahl)

Mindestalter: 5 Jahre

per Mail an naturstation@web.de oder telefonisch 038827-7748 (Günstige Telefonzeit: 17:00 Uhr)

>>>> Was kann man noch mitbringen? Gern kann man Badeschuhe mitbringen.

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Naturkundliche Strandführung

Die weitgehend naturbelassene Küste des Klützer Winkels bietet mit ihrer vielfältigen Naturausstattung vielen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum.

Aufgrund dieser besonderen Bedeutung für die biologische Vielfalt gehört der Küstenabschnitt an der Ostsee zwischen Priwall und Großklützhöved zum europäischen Schutzgebietsnetz Natura 2000. Dieser Küstenstreifen ist Teil des „Gebietes von gemeinschaftlicher Bedeutung“ Küste Klützer Winkel und Ufer von Dassower See und Trave , welches insgesamt eine Größe von 3.560 ha hat.

Der Verein Naturraum Klützer Winkel e.V., der seinen Sitz in der neuen Naturstation Fischerkaten in Groß Schwansee hat, wurde vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) Westmecklenburg beauftragt, auf den Erhaltungszustand der empfindlichen Küstenlebensräume zu achten. Außerdem soll „Natura 2000“ bekannter werden, sowohl bei Gästen als auch bei Einheimischen.

Daher möchten die Natura 2000 -Schutzgebietsbetreuer*innen zu naturkundlichen Wanderungen einladen. Von der Naturstation in Groß Schwansee geht es in Richtung Barendorf, um die besonderen Strand- und Dünenlebensräume zu erleben. – Wo finden wir Europäischen Meersenf und Sandregenpfeifer ? Strandroggen oder Strandhafer?

Gestartet wird an der Naturstation Fischerkaten um 10:00 Uhr.

Die Exkursion dauert bis ca. 11:30 Uhr .

Nächste Termine — ( vom 10. Juli bis zum 30. Oktober):

> jeden 2. Sonntag

Juli: 10.07.2022 und 24.07.2022

August: 07.08.2022 und 21.08.2022

September: 04.09.2022 und 18.09.2022

Oktober: 02.10.2022, 16.10.2022 und 30.10.2022

Die Teilnahme an den Natura 2000 -Touren ist kostenlos. Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung erforderlich, entweder per Mail an naturstation@web.de oder telefonisch unter 038827-7748 (günstige Telefonzeit: 17:00 Uhr).

Ostsee-Programm in den Ferien

Bei der Veranstaltung Ostsee-Entdecker  am Mittwoch (in den Ferien)   wird am Strand nach den Vögeln geschaut, am Spülsaum werden „Sachen“ gesucht und im Flachwasser werden lebendige Tiere gekeschert, die aber danach wieder in die Ostsee zurückgebracht werden. Die Veranstaltung beginnt um 10:00 Uhr und dauert bis 11:30 Uhr.

Termine im Sommer 2022:  „Ostsee-Entdecker“ (am Mittwoch):   06.07., 13.07., 20.07., 27.07., 03.08., 10.08., 17.08.2022    

Treffpunkt: 10:00 Uhr Naturstation Fischerkaten

Teilnahmegebühr:

Teilnehmende unter 12 Jahre       –  2,00 €

Jugendliche und Erwachsene     –   3,50 €

!!! Anmeldung per Mail an naturstation@web.de       oder telefonisch  unter 038827-7748   (günstige Telefonzeit: 17:00 Uhr)                                                                                          

 

                                                                  

Aqua-Touren

Die Unterwasserwelt der Ostsee ohne Tauchausrüstung
kennen lernen?
Mit Aquaskop (Unterwassersichtgerät) ausgerüstet kann man die vielfältigen Ostsee-Lebensräume erforschen.
Nach einer kleinen theoretischen Einführung geht es ins Flachwasser zu einem besonderen Naturerlebnis.
Gemeinsam wird nach Flohkrebsen, Meerasseln, Garnelen, Ohrenquallen und Co. gekeschert. Nach und nach füllt sich das am Strand aufgestellte Aquarium. (Natürlich werden alle Tiere nachher wieder in die Ostsee freigelassen.)

Treffpunkt:  10:00 Uhr an der Naturstation                                                                                     Dauer der Veranstaltung:   1,5 Std.

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Teilnahmebedingungen: Die Teilnehmer*innen sollten mindestens

12 Jahre alt sein.

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Teilnahmegebühr: 6,00 €                                                                                      >Was kann man noch mitbringen? – Bitte an Socken für die Wathosen denken!

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Nächste Termine — (vom 05. Juli bis zum 16. August):  Jeden 2. Dienstag

Juli:              05.07.2022   und  19.07.2022                                                                    August:       02.08.2022   und  16.08.2022

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Anmeldungen unter: naturstation@web.de oder
telefonisch unter 038827-7748 (Günstige Telefonzeit: 17:00 Uhr)

 

Fortbildung, Workshops für Teams

Für Gruppen von Erzieher*innen, Lehrer*innen und andere Berufsgruppen bietet die Naturstation Fischerkaten Fortbildungsveranstaltungen an der Ostsee an. Individuelle Absprachen zum Veranstaltungsablauf sind möglich.

Bei halb- bzw. ganztägigen Bildungsveranstaltungen für geschlossene Gruppen können z.B. psychologisches Achtsamkeitstraining, handlungsorientierte Naturerlebnisse und/oder Themen aus praktischer Bildungsarbeit kombiniert werden.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an das Team der Naturstation, entweder telefonisch unter 038827-7748 oder per Mail an naturstation@web.de

Die Sandregenpfeifer an der Küste des Klützer Winkels

Jeden Frühling kommen sie zurück aus ihrem Winterquartier an unsere Strände im Klützer Winkel:  die Sandregenpfeifer (Charadrius hiaticula).

In 2021 hat die Rangerin den 28. Februar als Termin für die erste Sichtung notiert. Im Jahr 2022 hat sie am 3. März den ersten Ankömmling an derselben Stelle in Barendorf entdeckt.

Diese kleinen Strandbrüter mit schwarzer „Augenmaske“ und „Halsbinde“ sind in Deutschland vom Aussterben bedroht.

Für ihre kleine Nestmulde direkt am Strand wünschen sie sich natürlich ein ungestörtes Plätzchen. Manchmal schaffen sie es, ihre vier sandfarbenen, dunkelgepunkteten Eier auszubrüten.- Hoffentlich werden sie vorher nicht zertreten!  Bei Störungen verlässt der kleine Strandbrüter aufgeregt sein Gelege. -Hoffentlich kühlen die Eier nicht aus!

Bei Beobachtung eines aufgeregten Sandregenpfeifers, der die Strandbesucher möglichst von seinem Gelege weglocken will, sollte man  zügig unten an der Wasserlinie weitergehen. Dann beruhigt er sich meistens schnell wieder.

Wer Sandregenpfeifer an unserer Küste entdeckt hat, melde sich gern bei der Naturstation. Wie im letzten Jahr werden wir dann das Gelege suchen und ein kleines Brutrevier mit vier Info-Schildern abstecken, um für Beruhigung zu sorgen.

Hundebesitzer suchen ab dem 1. April wieder nur (mit angeleintem Hund) die gekennzeichneten Hundestrände auf.

Der Strand des Naturschutzgebietes „Brooker Wald“ ist zur Fortpflanzungszeit des streng geschützten Standbrüters nach § 44 Bundesnaturschutzgesetz vom 15. April bis zum 15. August gesperrt.

Die Umleitung führt zwischen den Strandzugängen 11 und 12 über den Rad- und Wanderweg über die schöne „Brooker Höhe“.

Wir sind gespannt, ob es ein erfolgreiches Sandregenpfeifer-Jahr wird!

Wer hat einen Sandregenpfeifer am Strand entdeckt?  Bitte melden unter Tel.: 038827-7748 oder per Mail an naturstation@web.de


Aktion zum „Internationalen Robbentag“

Auch an der Küste des Klützer Winkels kommt manchmal eine Robbe an den Strand, um sich eine Verschnaufpause zu gönnen. Dann möchte sie einfach nur auf dem Sand liegen und herumdösen.

Eine rastende Robbe am Strand ist an der mecklenburgischen Ostseeküste noch ein ungewohnter Anblick. Einst waren hier die Kegelrobben völlig ausgerottet. Für die Fischerei bedeuten die hungrigen Fischräuber eine starke Konkurrenz.

Da die Kegelrobben laut Bundesnaturschutzgesetz zu einer besonders geschützten Art gehören, dürfen ruhebedürftige Tiere nicht gestört werden. Hierzu gibt es mobile Absperrzäune, die die Ruhezonen der Tiere markieren. Diese Absperrungen sind nur an den Strandabschnitten notwendig, die auch von Menschen genutzt werden. Kegelrobben werden vor Menschen und Hunden geschützt und Menschen werden vor diesen angriffslustigen Tieren geschützt. Die Kegelrobbe ist das größte Raubtier Deutschlands!

Um die Kegelrobbe und das Netzwerk der Robbenbetreuung bekannter zu machen, veranstaltet die Naturstation Fischerkaten zusammen mit der neuen BUND-Ortsgruppe „Klützer Winkel“ am

22. März 2022 , dem „Internationalen Robbentag“, eine Informationsveranstaltung am Strand von Groß Schwansee.

Treffpunkt ist um 10:00 Uhr an der Naturstation Fischerkaten in Groß Schwansee (Strandzugang 5). Es soll der Aufbau einer Robbenabsperrung am Strand gezeigt und über die Kegelrobbe informiert werden.

Besonders die Interessierten, die gern beim Robben-Netzwerk mitmachen möchten, sind recht herzlich eingeladen. Die Veranstaltung dauert ca. 2 Std.

Foto: Kegelrobbe am Strand von Groß Schwansee, 3. März 2022 (Johannes Hohls)

Standort der Naturstation

Die Naturstation Fischerkaten befindet sich in 23942 Groß Schwansee
(Gemeinde Kalkhorst) am Strandzugang Nr. 5.
Mit dem Fahrrad ist die Naturstation über den Ostsee-Fernradweg gut zu erreichen.
Mit dem Auto fährt man am besten in Groß Schwansee zum zweiten Strandparkplatz „Am Strandweg“.
Hier führt ein Fußweg hinter dem Wertstoff-Sammelplatz
direkt zur Naturstation.

Das Holzhaus mit dem Gründach wurde auf dem Standort des alten Fischerkatens errichtet. Dort wohnte der letzte Fischer von Groß Schwansee.